Nervraubend

Ich bin grummlig… grummlig, weil ich unfreiwillig vom Essen abgehalten werde. Grund dafür ist ein Zahn, der gestern aufgebohrt, gesäubert, ausgespült und mit einer Kreide-konsistenz-ähnlichen Masse provisorisch gefüllt wurde, damit in 10 Tagen erneut dran rumgebohrt, gesäubert… usw. werden kann. :(
Ja, ich hatte ein Loch. Ein kleines fieses Loch, dass sich von innen heraus an die Oberfläche fressen wollte. Vielleicht war es auch mein innerer Fiesling, der sich dort versteckt hatte. :twisted:
Gemerkt habe ich es natürlich nur, weil es weh tat. Seltsamer Weise aber auch nicht arg weh. Kein Bilderbuch-Schmerz, mit dicker Wange, wie er den Kindern immer erzählt wird. Nur ab und an ein Ziehen, ein Pochen und dann war auch wieder gut.
Und gestern dann die für mich schreckliche Nachricht: „Wir müssen mal röntgen, warscheinlich haben sie Karies, der sich von innen bildet.“ Den konnte selbst ich dann auf dem Bild später erkennen. „Aber der Nerv scheint ja noch nicht berührt,“ meinte der Arzt. „Trotzdem müssen wir das sofort machen… haben sie kurz Zeit?“
Ich hatte Zeit… und Angst. Aber die Prozedur ging ja Spritze sei Dank ohne Probleme und schnell vorbei. Fies war nur der Kälte-Test, den er bereits vor dem Röntgen machte um herauszufinden, welcher Zahn überempfindlich reagiert. Fuuuuuck, DAS war richtig übel.
„So wir sind schon fertig. Aber Sie müssen in 10 Tagen nochmal kommen?“ (Nein warum nur?!?!?!)
Dann malte er mir ein Bild von meinem Zahn und dem Fiesling darin und erzählte mir, dass der Nerv leider doch schon betroffen war. Der sei auch eben schon gezogen und mit Antibiotika behandelt worden.
Und jetzt bin ich leicht verwirrt. Bedeutet das nun, dass ich etwa eine dieser gefürchteten Wurzelbehandlungen hatte, die gestern wirklich nicht lange und aufwendig war?! Oder ist eine Zahnnervbehandlung differenzierter davon zu sehen.
Na egal. Es war ansich nicht schlimm und er wird schon wissen, was er tut. Er hat mich bisher nie enttäuscht und ich halte ihn für sehr kompetent. Und dieses Lob bekommt von mir nicht jeder Arzt.
Was mich gerade nur stört ist diese Proviso-Füllung, mit der ich nicht gescheit beissen kann. Und irgendwie raubt es mir den Appetit. Vllt. sollte ich ihm bei der nächsten Sitzung auch dafür danken. Immerhin stopfe ich jetzt wenigstens nicht so viel Essen in mich hinein. :lol:

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Hochwassertourist

Ich war die letzten Tage daheim in Magdeburg. Es gab viel zu lachen, mitunter beispielsweise ein riesiger Truck mit teuren Autos beladen, der sich ein „wenig“  in der Höhe verschätzt hatte. Somit machte die für ihn zu niedrige Brücke aus einem Pickup ein Cabrio und der neue Audi dahinter lag senkrecht auf der Strasse. :lol:
Ich freute mich über die Einladung zu einer kommenden Polter-Hochzeit (das wird lustig!) eines alten Freundes und bekam tatsächlich meinen sehnlichst gewünschten Kartoffelsalat.
Aber schon allein die Hinfahrt war wieder eine Reise wert. Nachdem der Zug erstmal über Würzburg umgeleitet wurde und mich eine ganze Stunde mehr Aufenthalt im ICE gekostet hat, konnte ich dann endlich die wundervolle Landschaft genießen. Für die Stunde Verspätung gab es übrigens ein kostenloses, alkoholfreies Getränk im Bord Bistro. Wahnsinn! :roll:
Ich ersparte mir das und beglotzte träumend die vorbeiziehende Landschaft. Naja, soweit man noch etwas sehen konnte, denn außer jeder Menge Wasser war streckenweise nicht viel anzuschauen: Wasser oder Tunnel. Tunnel, jaaa diese nervigen Tunnel in der Würzburger-Gegend. Entweder mir war schlecht oder ich hatte Druck auf den Ohren. Irgendwann verließ ich mal wieder einen der Hundert Tunnel und mich überraschte die mittlerweile aufgegangene Sonne.
Aber zurück zum Wasser. Rechts der Schienen Wasser, links der Schienen Wasser, riesige reißende Flüsse und Oßmannstedt –> Hier ist man noch optimistisch und vertraut auf nur 2 Reihen Sandsäcke. :lol: Mutig.
Und weil ich so begeisternd und sensationsgeil darüber sprach, nannte mich meine Mutter Hochwassertourist. Na und.. ich hab 2002 die Jahundert-Flut mitgemacht, Sandsäcke geschleppt, Möbel umher getragen… ich kenne das und weiss, dass es eine schlimme Sache ist. Trotzdem fasziniert es mich… Naturkatastrophen generell eigentlich. Ich lächele  dann immer zufrieden über die eingebildete, sich-überlegen-fühlende Spezies Mensch, die von Mutter-Natur eine Klatsche verpasst bekommt. Nur leider trifft es meistens die falschen. Es trifft nicht die Immobilienmakler oder Bauunternehmer, die trotz Bauverbot, weil geplantes Überschwemmungsgebiet, Häuser und Einkaufsmärkte auf dem Gebiet errichten.
Das beste Beispiel dafür ist Biederitz. Das Pretziener Wehr bei Magdeburg musste gezogen werden. Nun fließt das Wasser in die Umlandgebiete wie Biederitz, was ansich kein Problem ist, weil dort schon vor vielen Jahren Deiche gebaut wurden und nur großflächige Graslandschaften überflutet werden. Nur wenn man eben vor den Deichen baut, hat man halt Pech gehabt. Aber was erzähle ich, lernt ja eh niemand draus. Beim nächsten Hochwasser sagen nur wieder alle… huch, na wie kann denn sowas passieren. Es ist wie mit dem Schnee, jedes Jahr kommt er und plötzlich wundern sich alle. Seltsam die Menschen, wirklich seltsam.
Nun gut, aber weil ich ein so toller Hochwassertourist bin, hier noch ein paar Bilder:

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Setzen, sechs!

Kennt ihr auch diese penetranten Pseudo-Persönlichkeits-Tests, die sich einem aus fast jeder Zeitschrift oder Internet aufdrängen und, EGAL welches Ergebnis rauskommt, sofortiges schlechtes Gewissen auslösen?!
Ich bin nun schon länger aus der Schule raus, aber die Tests verursachen immer wieder so ein unangenehmes Ich-habe-nicht-gelernt-Gefühl bei mir. Und doch lasse ich mich zu oft dazu hinreissen diesen Mist zu machen. Als ob ich nicht wüßte, welche Persönlichkeit ich habe. Am schlimmsten finde ich aber diese Beziehungstests. Oh mein Gott… ich rate wirklich jedem, der in einer wundervollen Beziehung steckt und seine ganz normalen Hoch und Tiefs hat, diese dämlichen Tests niemalsnichtnie zu machen.
Das Ergebnis ist,  auch hier egal bei welchem, absolut verunsichernd und unrealistisch. Ich lasse mittlerweile die Finger davon –> Mein Vorsatz für den Rest des Lebens.
Eigentlich müsste ich es ja auch besser wissen. Immerhin lebe ich in einer wundervollen Beziehung. Und mein Bauchgefühl hat mich noch nie getäuscht,genauso der normale Menschenverstand, soweit vorhanden.
Was wirklich nervt, sind dann die nachfolgendenen Artikel, die einem dann nach dem Test vorschreiben, wie man seine Beziehung zu führen hat. Die in meinen Augen unsinnigsten „Tips“ sind folgende:
- mehr streiten. Das verleiht der Beziehung die Würze. –> Das Streit Spannungen abbaut, ist erwiesen, aber dass es auf lange Sicht gut für die Beziehung sein soll, bezweifle ich. Wenn man, außer Streit keine anständige kommunikative Auseinandersetzung miteinander führen kann, stimmt irgendwas nicht.
- viele Freiheiten. Damit der andere immer aufregend bleibt. –> Stimmt soweit auch, was ich aber gar nicht packe ist, wenn mir jemand sagt, dass ich zuviel mit meinem Partner mache. Die Partner werden schon am besten wissen, ob sie viel miteinander machen möchten und ob es ihnen auch gut tut. Alles ein Frage der Kommunikation!
Das hier finde ich am besten: – den Sex aufregend machen. Damit keine Routine reinkommt. –> Ich bitte mal jedes Paar , falls nicht schon gemacht, diese ominösen Stellungen auszuprobieren, die ja laut Ratgeber empfohlen werden.  :lol:   Das hat mit Sex nicht mehr viel zu tun. Ist denen auch bewusst, dass manche Dinge anatomisch nicht möglich sind. Und außerdem, wen interessiert, ob ich gestern Nacht den „fliegenden Schwan“ oder so ausprobiert habe…  keine Sau.
Mein Rat zu dem ganzen Unsinn ist: Aufs Bauchgefühl hören bzw. auf sich selbst hören, anständig miteinander  kommunizieren, Kompromisse eingehen, aufeinander eingehen.
Und um nochmal auf die Kommunikation zurückzukommen ( ja, es ist mein Lieblingsthema :mrgreen: ), das Vier-Ohren-Modell bzw. mittlerweile heisst es Kommunikationsquadrat und Teufelskreismodell von Schulz-von-Thun hilft immer.

Der große Jahresrückblick 2010

*Gäääääähn* ; *streck*… ich erwache so langsam wieder aus meiner Neujahrsstarre oder auch dem Neujahrsblues, den ich ja die ersten Tage so schiebe. Kurze Zusammenfassung Silvester: Wenn ich nicht so pyromanisch wäre und uuuuuuunbedingt 24Uhr rumzündeln wollte, wäre ich warscheinlich schon im Bett gewesen. Ich war so unglaublich müde, mir war das eigentlich egal, dass Silvester war. Im Grunde ist es mir jedes Jahr egal, nur dieser unterschwellige Man-muss-unbedingt-feiern-weil-ja-Silvester-ist-Stimmungdruck lässt mich immer zu sowas hinreissen… und das Zündeln. :P
Ironischerweise waren alle anderen auch müde und quälten sich so langsam zum Nullpunkt. Eine Pyjamaparty wäre DIE Lösung gewesen. :lol:
Nächstes Jahr werde ich es genauso machen wie zwei liebe Freunde von mir. Einfach zu zweit weg…weeeeeeiiit weg in ein Hotel, sich zurücklehnen und bewirten lassen.
Aber nun zum Jahresrückblick:

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