Kann doch mal passieren…

Ahhhhh, endlich Urlaub. Zwar nur eine Woche, aber die auf Balkonien. Da wird einiges geboten: Ein Shopping-Besuch in der Innenstadt, eine Kosmetikbehandlung und ein Fitness-Wellness-Programm sind einige Punkte in meinem großartigen Reiseziel.
Ich beginne meinen ersten Urlaubstag mit einer Maschine Dreckwäsche, einem Studium in HTML und nerdigem Frühstücksritual: Kaffee und Internet.
Und jetzt sitze ich seit fünf Minuten geistlos vor meiner Tastatur und bekomme die Überleitung zu meinem eigentlichen Thema nicht hin. Ich habe diesen Urlaub also richtig nötig wie man liest. [1]

Jedenfalls dreht es sich mal wieder um einige kleine Geschichten aus meinem Arbeitsleben. Diesmal aber nicht von den Bewohnern, sondern von mir selbst. Es kommt des öfteren vor, dass man mal etwas neben sich steht. Die Gründe können vielfältig sein. Bei mir passiert das meistens, wenn ich krank bin oder zu gestresst. Da kann es schonmal passieren, dass ich tausendmal hin und herlaufe, weil ich was vergessen habe; Dinge umschupse; mich stoße; stolpere [2] oder seltsame Dinge mit den Bewohnern anstelle.
Einmal zum Beispiel wollte ich im Zuge der Körperpflege eine bettlägerige Dame das Gesicht eincremen. Die Zu-Geh-Dame schaut mich etwas verwirrt an und fragt mich, was ich da tue. „Na ich creme ihr das Gesicht ein!“ – „Mit Duschbad???“ :lol:
Mit Duschbad! Naja, und wenn man denkt, das passiert einem nicht nochmal… mir schon. Ein paar Tage später, ich hatte gerade einen Herren aus der Badewanne geholt, möchte ich auch diesen an den Beinen etwas eincremen. Und ich creme und creme und creme und wundere mich, warum diese weiße Substanz immer mehr wird. Schon im Begriff wild mit der Lotionsflasche zu schimpfen, bemerke ich schließlich, dass ich wieder zum Duschbad gegriffen hatte. Smilies
Vor ein paar Tagen passierte mir eine ähnlich peinliche Situation. Ein älterer Herr klingelte um mich zu Hilfe für seinen Toilettengang zu rufen. Ich möchte ihm das Gesäß noch ein wenig säubern und greife zum Feuchttuch, als neben mir seine Stimme erklingt: „Sie können mir doch den Po nicht mit einem Allzwecktuch abputzen!“ – „Aber dann riechen sie so Zitronenfrisch…“, versuche ich die Situation noch zu retten, versinke aber schon im Boden der Peinlichkeiten.
Ja so kanns gehen. Gott sei Dank habe ich nun Urlaub… dann kann ich wenigstens nichts anstellen. Nichts schlimmes zumindest. :mrgreen:

Aus einer anderen Sicht

Plakatwerbung der DiakonieSeit laaaaaangem habe ich nichts mehr geschrieben. Der Grund? Ich bin meistens einfach zu müde. Müde und Einfallslos. Körper und Geist werden von meiner Arbeit völlig ausgesaugt.
Wenn ich Freitags und Samstags die Party-Statusmeldungen von Freunden und „Freunden“ lese, muss ich meistens lachen. Das Größte Ereignis für mich ist momentan, wenn ich nach 23 Uhr noch wach bin. :lol:
Ich möchte nicht, dass es als Gejammer verstanden wird, sondern einfach als Tatsache, die sich aber zu gegebener Zeit ändern wird. Dazu aber ein ander Mal mehr. ;)

Um wieder zurück zum Thema zu kommen, denn um mich geht es ja im Grunde gar nicht. Ich wollte jedem, der nicht im pflegerischen tätig ist, mal ein paar kleine Einblicke  gewähren. Angeregt dazu hat mich ein Ereignis vor einigen Tagen mit einer Bewohnerin. Dieses Plakat der Diakonie wäre aber auch ein guter Anstoß gewesen für mich.
Ganz erlich, wenn ich diese unvorteilhaft getroffene Dame sehe, möchte ich gerne an etwas anderes denken. Mit diesem Gesichtsausdruck erinnert sie mich eher an ein paar negative Senioren-Beispiele, die ich so betreue.
Daher gibts heute mal ein paar kleine Anekdoten aus der Pflege. Teilweise handelt es sich um wirklich sehr eklige Angelegenheiten ( aber erst gegen Ende und mit Ankündigung). Und jedem, dem das zuviel ist, empfehle ich lieber nicht auf weiterlesen zu klicken.

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